Herren NLB Bern Capitals
Caps in den Playoffs gegen Reinach (25.01.2010)
Kein Durchkommen bei Torhüter Falk
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Pass vor das gegnerische Tor...
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...und Jubel!
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erneuter erfolgreicher Abschluss der Caps
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Die Bern Capitals schlagen im letzten Spiel der NLB-Meisterschaft den Tabellenzweiten Zug mit 5:4 Toren nach Verlängerung. Da aber Sarganserland gegen Aufsteiger March-Altendorf gleich mit 7:1 siegte, haben die Ostschweizer ebenfalls 30 Punkte, aber das bessere Torverhältnis. Sarganserland belegt deshalb den 4. Schlussrang, die Capitals sind auf den 5. Platz abgerutscht. Sie starten am Wochenende vom 13. und 14. Februar in die Aufstiegs-Playoffs gegen den SML-Letzten Lok Reinach. Die Serie geht über maximal 7 Spiele. Wer zuerst 4 Siege auf dem Konto hat, spielt in der kommenden Saison in der obersten Liga.
Die Meisterschaft 2009/2010 verläuft für die Bern Capitals wesentlich erfreulicher als die beiden vergangenen Saisons. Statt Abstiegsspiele gegen Eggiwil und Konolfingen haben sie ihr Saisonziel, die Playoffs, mit dem 5. Rang sicher erreicht. Nicht genug damit: Weil die Swiss Mobiliar League von 10 auf 12 Teams aufgestockt wird, können sie nun sogar die Aufstiegs-Playoffs bestreiten.
Lok Reinach ist in der in drei Wochen beginnenden Serie zweifellos der Favorit. Obwohl die Aargauer in der SML abgeschlagen am Tabellenende rangieren, verfügen sie über die besseren Einzelspieler. Zudem sind sie sich an ein höheres Tempo und an ein härteres Körperspiel gewöhnt. Ihnen geht gar der Ruf voraus, sie seien das Team mit der härtesten Gangart in der SML. Nicht zuletzt aus diesem Grund hätten die Bern-Capitals den NLB-Meister Uster als Playoff-Gegner bevorzugt.
Die Sicherung des 4. Ranges und damit die Playoffs gegen Uster zu erreichen war das Ziel der Caps im letzten Meisterschaftsspiel gegen Zug United. Darüberhinaus hatten die Berner noch eine Rechnung offen: Das Hinspiel hatte Zug gleich mit 7:0 gewonnen – diese Schmach wollten die Berner nicht auf sich sitzen lassen. Deshalb war am Sonntagabend im Moos nichts von Kehrausstimmung zu spüren – vielmehr hatte der Match phasenweise schon fast Playoff-Charakter.
Das Spiel begann mit einem Paukenschlag: Schon nach 30 Sekunden musste ein Zuger auf die Strafbank und die Caps konnten die Strafe prompt ausnützen. Das Powerplay-Training scheint sich bezahlt zu machen, denn auch der Ausgleich zum 2:2 fiel in Überzahl. Mit dem Unentschieden waren die Caps im ersten Drittel gut bedient, denn Zug war in den ersten zwanzig Minuten eindeutig besser.
Ab der Spielmitte begann sich das Bild zu ändern: Die Caps setzten nun ihrerseits den Tabellenzweiten unter Druck. Sie zeigten noch und noch schöne Kombinationen. Die schönste führte in der 36. Minute zur 4:3-Führung: Lussi verwertete einen Querpass von Ming mit Direktabnahme.
Im letzten Drittel kämpften die Caps aufopfernd um jeden Ball. Sie blockten die Schüsse der Zuger ab, spielten die Bälle rasch aus der Gefahrenzone und Thomas Falk im Tor hielt hervorragend. Sie kamen auch zu mehreren erstklassigen Torchancen. Die beste hatte Marco Gerber kurz vor Schluss - aber er konnte sie nicht verwerten. Da die Zuger in Überzahl zum 4:4 ausgleichen konnten, stand es nach der regulären Spielzeit 4:4.
Trotz etlichen Chancen auf beiden Seiten fiel in der Verlängerung lange Zeit kein Treffer. Zug wollte den Sieg unbedingt und ersetzte den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Wenige Sekunden vor Schluss konnte Simon Stettler einen langen Pass erlaufen und den Ball zum 5:4 im leeren Tor versenken. Es war der erste und hoffentlich erlösende Treffer der Nummer 18 in der laufenden Saison – in den Playouts im Frühjahr hatte Stettler in drei Spiele nicht weniger als 8 Tore erzielt!
Die Capitals haben die Meisterschaft mit einer starken Phase abgeschlossen: Vor zwei Wochen besiegten sie Leader Uster auswärts und nun haben sie auch den Tabellenzweiten Zug bezwungen. Das gibt Selbstvertrauen für die Playoffs.
Facts Daten zum Spiel BernCapitals / ZugUnited