Damen 1GF Bern Capitals II
Fliegend untergegangen (27.01.2010)
Seit Dezember im Aufwärtstrend nahmen sich die Bern Capitals vor, gegen Heimenschwand Flyers die Siegesserie weiterzuführen. Leider nein. Gegen die stark aufspielenden Flieger hatten die Bernerinnen keine Chance und gingen mit 2:9 fliegend unter.
Mit dem Matchanpfiff fiel der Startschuss für den Heimenschwand Flug. Die Flyers flitzten den Hauptstädterinnen buchstäblich um die Ohren, spielten gefährliche Querpässe und bahnten sich immer wieder einen Weg in den Berner Slot. Jeweils ein Schritt zu spät mussten die Caps mit ansehen, wie Heimenschwand sie stehen liess und um sie herumspielte – die Berner-Hälfte war die meiste Zeit in Flyers Hand. Und so dauerte es nur fünf Minuten, bis das 1:0 für Heimenschwand fiel. Dennoch blieb man optimistisch und versuchte, den Flyersattacken so gut wie möglich entgegen zu halten. Nur dank Lehmann im Tor und der Ungenauigkeit der Heimenschwanderinnen selbst blieben die Caps weiterhin im Spiel und konnten in der 14. Minute sogar den Ausgleich erzielen. Sofort setzten die Emmentalerinnen wieder den Turbo ein, der nach drei Minuten zum 2:1 führte. Mit diesem Resultat verabschiedete man sich in die Pause, wobei sich die Caps sehr wohl bewusst waren, dass ihnen dieses knappe Resultat schmeichelte.
Aufs zweite Drittel hin schalteten die Bernerinnen einen Gang höher, was nach einer perfekten Passkombination bereits im ersten Einsatz mit dem Ausgleichstreffer belohnt wurde. Jetzt war man wieder im Spiel. Vermehrt gelang es den Caps, sich in der gegnerischen Hälfte fest zu setzen. Nichtsdestotrotz vermochte man die offensiven Flieger nicht zu stoppen, die regelmässig vors Berner Tor stürmten und schon drei Minuten nach dem 2:2 zur Führung trafen. Noch etwas überrumpelt standen die Caps da, als Heimenschwand nur wenige Sekunden später das 4:2 erzielte. Dies liess das Team aus der Hauptstadt nicht auf sich sitzen. Im frechen Forechecking erkämpften sich die Caps zunehmend die Bälle, kamen zu guten Passkombinationen, vermochten aber den Schwachpunkt der Gegner – die Torhüterin – nicht auszunutzen. Viel zu wenige Abschlüsse kamen aufs Goal der Flyers. Dafür umso mehr auf der anderen Seite. In der 34. Minute erhöhten die Flieger auf 5:2 – Endstand nach dem zweiten Drittel.
Optimistisch starteten die Caps ins letzte Drittel, drei Tore waren bei vollem Kräfteeinsatz aufzuholen. Jedoch nur bei 100-prozentigem Einsatz und dies schaffte das Team um Marco Piani nicht. Zwar gelang es mit Ach und Krach fast zehn Minuten lang, die Flyers in Damm zu halten. Doch mit dem 6:2 war es dann vorbei. Obwohl man nicht das schlechteste Unihockey spielte, kam man gegen die perfekt spielenden Heimenschwand Flyers nicht an. Zu wenig schnell, zu wenig Körpereinsatz und mangelnde Defense-Blockade seitens der Caps sowie die technische Überlegenheit seitens Heimenschwand tat das Übrige. In den restlichen Minuten wurden die Bernerinnen richtiggehend vorgeführt. Und so stand es nach 60 Minuten klar 9:2 für Heimenschwand.
Die kalte 9:2 Dusche zeigte den Bern Capitals ihre Grenzen auf, das war vielleicht nötig. Besonders die läuferische und technische Unterlegenheit sowie die ungenügende Abschlussleistung wurden in diesem schnellen Spiel ersichtlich. Um einen weiteren fliegenden Untergang zu verhindern, muss an diesen Schwächen gearbeitet werden. Und im nächsten Match heisst es dann wieder: ZÄMÄHA U ABELA.
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