Herren NLB Bern Capitals
It ain't over 'til the fat lady sings… (09.03.2010)
It ain’t over til the fat lady sings - dieser Spruch sagt aus, dass das Endergebnis ungeachtet noch so eindeutiger Zwischenstände eben doch erst feststeht, wenn der Wettkampf tatsächlich zu Ende ist. Abgeleitet wird die Redewendung aus dem Aufbau der klassischen Oper (etwa “Ring der Nibelungen”), bei der unmittelbar vor dem Schluss die Solo-Arie einer walkürehaften weiblichen Darstellerin geboten wird. Bevor diese dicke Dame nicht gesungen hat, ist die Oper nicht zu Ende. Nunja, werden Kulturkenner einwenden, so ganz stimmt das nicht. Aber Unihockeyaner und dessen Schreiberlinge sind nicht immer Kulturkenner.
Und die Berner kennen sich nun seit zwei Jahren aus, der dicken Dame das Singen zu verbieten bis es ihnen passt. Die letzten beiden Spielzeiten sicherten sich die Caps den Ligaerhalt mit dem Rücken zur Wand und mussten jeweils Matchbälle der Gegner abwehren. Wieso sollte dies diese Saison anders sein? Einzige Änderung an der Ausgangslage ist der Fakt, dass es um Aufstieg und nicht um Abstieg geht und die Serie nun best of seven statt best of three ist. „Interessiert uns nicht!“ meint Karlen trotzig und sieht kämpferisch dem nächsten Wochenende entgegen. „Es ist nicht einfach eine Serie zu beenden und Lok Reinach wird wissen, dass Sie das Samstagsspiel unbedingt gewinnen muss, um am Sonntag darauf nicht unheimlich unter Druck zu stehen“ ergänzt Captain Marco Gerber. Die Caps ihrerseits konnten in den Aufstiegsspielen bis anhin noch nicht ihr bestes Unihockey zeigen. Trotz grossem Zuschaueraufmarsch der Gäste ist Marc Sturzenegger überzeugt, dass der heimische Zuschaueraufmarsch die Spieler zum zweiten Sieg in Gümligen tragen wird! Die Ausgangslage bleibt spannend und der Auftritt der dicken Dame soll auf nächste Woche verschoben werden! GO CAPS!